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Curriculum systemisches Coaching

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Überblick

Coaching ist die professionelle Form der persönlichen Beratung und Unterstützung von Führungskräften. Coaching arbeitet im Spannungsfeld von Person, Funktion und Unternehmen mit dem Ziel, die individuellen Kompetenzen und Bedürfnisse mit den Anforderungen des Arbeitskontextes und den Zielen des Unternehmens in Einklang zu bringen.

Das Curriculum systemisches Coaching thematisiert psychologische, interaktionelle und kommunikative Kompetenzen. Sie beziehhen sich auf die Praxis der Organisation, Abläufe, Prozesse und Strukturen von Unternehmen.

Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.
— Imanuel Kant

Wir verstehen Coaching als eine methodisch geführte Form der Selbst- und Metareflexion. Daher dient unsere Coaching-Weiterbildung auch als Reflexion des eigenen Berufslebens vor dem Hintergrund des persönlichen Lebens- und Karriereentwurfes. Ein gewisses Maß an Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis der eigenen biografischen Muster kann in der Weiterbildung also nicht ausgeschlossen werden.
Dabei beziehen wir uns auf die bewährten und differenzierten systemischen Grundlagen und Handwerkszeuge, an deren Entwicklung unsere Dozenten in den zurückliegenden 25 Jahren maßgeblich beteiligt waren.

Die Weiterbildung umfasst den Grundkurs, den Aufbaukurs und den Masterkurs. Diese werden modular angeboten und sind einzeln buchbar. Die Ausbildung ist nach den Richtlinien für die Zertifizierung „Systemische Coaching“ der Systemischen Gesellschaft (SG) konzipiert. Nach Abschluss des Masterkurses können Sie sich zum systemischen Coach (zfsb, SG) zertifizieren lassen. Das Abschlusszertifikat bescheinigt Ihnen, dass Sie eigenständig und professionell Beratungsprojekte auf der Grundlage systemischer Prinzipien und Methoden durchführen können.

Unser Ziel ist es: Dass Sie Ihre individuellen Kompetenzen und Bedürfnisse mit den Anforderungen Ihres Arbeitsumfelds und den Zielen Ihrer Lebensplanung langfristig in Einklang bringen.
Dass Sie Ihre bei uns erworbenen Fähigkeiten mit Ihren Coaching- Klienten in deren beruflichem Umfeld professionell, kompetent und effektiv umsetzen können.

 
 

Modul I – Grundkurs

Der Grundkurs eignet sich sowohl für Führungskräfte und Berater alsn auchn für Trainer, die bereits als interne  oder externe Coaches tätig sind oder sich Coaching als  Tätigkeitsfeld aufbauen wollen.

Ziele

Die TeilnehmerInnen sollen Grundkenntnisse systemischen Denkens erlangen und systemische Methoden und Vorgehensweisen in ihrem jeweils spezifischen Arbeitskontext umsetzen können.

Theoretische Grundlagen systemischen Coachings

  • Rolle von internen und externen Coachs in Organisationen

  • Konstruktivismus; Kybernetik erster und zweiter Ordnung

  • Systemische Psychologie und Kommunikationstheorie

  • Spezifität, Breite und Tiefe von Coaching

  • Unterschiede zu Supervision, Beratung, Therapie

  • Neutralität im Coaching

  • Interventionstheorie- und Praxis

  • Motivationstheorien: Heteronomie und Autonomie

Praxis: Tools und Methoden

  • Kontext-, Auftrags- und Zielklärung im Coaching

  • Beziehung zwischen Klient, Auftraggeber und Coach

  • Systemische Gesprächsführung, Gesprächsvariablen

  • Frage- und Moderationstechniken

  • Diagnose von Kommunikations- und Interaktionsmustern

  • Simulation von Coachingsituationen

  • Kreativität im Coaching-Prozess

  • Abschlusskommentare- und „Hausaufgaben“

  • Supervision von Praxisfällen

  • Systemisches Kino - Übung des systemischen Blickes

TERMINE

Grundkurs 2018/19
17.09.–19.09.2018 (Mo–Mi)
22.11.–24.11.2018 (Do–Sa)
10.01.–12.01.2019 (Do–Sa)
11.03.–13.03.2019 (Mo–Mi)

Anmeldung nicht mehr möglich

 

Grundkurs 2019
28.03.–30.03.2019 (Do–Sa)
06.05.–08.05.2019 (Mo–Mi)
17.06.–19.06.2019 (Mo–Mi)
05.09.–07.09.2019 (Do–Sa)

Kosten
EUR 3950.- (zzgl. MwSt.)

Kursleitung
Hans Rudi Fischer
Marc Richter

 
 

Modul II – Aufbaukurs

Der Aufbaukurs setzt Grundkenntnisse in theoretischen und praktischen Grundlagen des systemischen Coaching voraus. Er ist vorgesehen für Absolventen des Grundkurses und für Teilnehmer, die sich diese Grundlagen auf anderem Wege angeeignet haben.

Ziele

Im Aufbaukurs werden die erworbenen Kenntnisse aus dem Grundkurs vertieft, die Coaching-Tools und -Techniken erweitert, und es werden verschiedene Anwendungsfelder fokussiert. Besonderer Wert wird auf die Nähe zur praktischen Arbeit der Teilnehmer und auf eine kompetente Anwendung des Coachings in schwierigen Kontexten gelegt.
Die Schwerpunkte im Aufbaukurs liegen in der Diskussion, Reflexion und Supervison der Coaching-Fälle der Teilnehmer.

Inhalte

  • Vertiefung und Erweiterung der Coachingtechniken

  • Umgang mit persönlichen Mustern

  • Themenspezifische Coachings (Karrierebrüche, Burn out, Überganskrisen)

  • Erstellen eines persönlichen Leitfadens für das Coaching

  • Metaphernarbeit (Transformation)

  • Theorien der Ambivalenz, des Übergangs/Wandel

  • Narrative und biographische Verfahren im Coaching

  • analoge Verfahren (Aufstellungs- und Aktionsmethoden)

  • reflexive Methoden

  • Prozesssteuerung im Coaching

  • Vom Einzelcoaching zum Teamcoaching

  • Supervision

  • Systemisches Kino - Übung des systemischen Blickes

TERMINE

Aufbaukurs 2018/19
25.10.–27.10.2018 (Do–Sa)
13.12.–15.12.2018 (Do–Sa)
14.02.–16.02.2019 (Do–Sa)
08.04.–10.04.2019 (Mo–Mi)

Anmeldung nicht mehr möglich

 

Aufbaukurs 2019/20
21.11.–23.11.2019 (Do–Sa)
20.01.–22.01.2020 (Mo–Mi)
12.03.–14.03.2020 (Do–Sa)
04.05.–06.05.2020 (Mo–Mi)

Kosten
EUR 3950.- (zzgl. MwSt.)

Kursleitung
Hans Rudi Fischer

Co-Leitung
Marc Richter

Kursleitung
Ulrich Clement
Stefan Junker

 
 

Modul III – Masterkurs

Der Masterkurs bildet als drittes Modul den Abschluß des Curriculums Systemisches Coaching. Den Absolventen unseres Aufbaukurses (oder vergleichbarer Curricula anderer Institute) werden hier Methoden und Techniken an die Hand gegeben, um auch in komplexeren Settings ihr Handeln weiter zu professionalisieren und souverän zu agieren.

Neben der Vorstellung weiterer Techniken und Methoden und der Vertiefung der Inhalte aus Grund- und Aufbaukurs haben die Teilnehmer die Möglichkeit einen Coachingfall als „Lernprojekt“ einzubringen und kontinuierlich in den Bausteinen zu supervidieren.

Die Weiterentwicklung der eigenen professionellen Rolle und des Selbstverständnisses als Coach steht im Mittelpunkt. Der Selbsterfahrung und der Reflexion der eigenen Muster wird mittels Supervision und kollegialer Intervision besondere Aufmerksamkeit gegeben.

Daneben beleuchten wir Coaching- und Teamcoachingprozesse im internationalen Unternehmen mit besonderem Fokus auf den interkulturellen Aspekten.

Inhalte

Vertiefung und Erweiterung des Methodenrepertoires

  • Teamcoaching (Projektteams, Remote Teams)

  • Arbeiten mit der Kooperationslandkarte

  • Konfliktcoaching

  • Systemische Grundlagen von (Groß-)Gruppeninterventionen

Coaching in internationalen Unternehmen

  • Organisationskulturen

  • Internationale Teams

  • Coaching von Führungskräften und Mitarbeitern in interkulturellen Kontexten

  • Interkulturelle Kompetenz

Selbstreflexion

  • Arbeit an der eigenen Biographie

  • Reflexion der eigenen Berufsrolle

 

Zertifizierung der Weiterbildung

Das Zentrum für systemische Forschung und Beratung (zsfb) ist anerkanntes Ausbildungsinstitut der Systemischen Gesellschaft (SG). Unsere Ausbildung entspricht den Rahmenrichtlinien der SG zur Zertifizierung zum systemischen Berater(in) oder systemischen Coach und schließt die Anerkennung durch die SG ein.

Kursleitung
Hans Rudi Fischer

Co-Leitung
Angelica Marte

Kursleitung
Ulrich Clement
Stefan Junker
Peter Schettgen

TERMINE

Masterkurs 2018/19
20.09.–22.09.2018 (Do–Sa)
26.11.–28.11.2018 (Mo–Mi)
28.01.–30.01.2019 (Mo–Mi)
21.03.–23.03.2019 (Do–Sa)

Anmeldung nicht mehr möglich

 

Masterkurs 2019/20
16.09.–18.09.2019 (Mo–Mi)
28.11.–30.11.2019 (Do–Sa)
13.02.–15.02.2020 (Do–Sa)
30.04.–02.05.2020 (Do–Sa)

Masterkurs 2020/21
28.09.–30.09.2020 (Mo–Mi)
19.11.–21.11.2020 (Do–Sa)
18.01.–20.01.2021 (Mo–Mi)
01.04.–03.04.2021 (Do–Sa)

Kosten
EUR 4200.- (zzgl. MwSt.)

Für die Prüfung der Unterlagen zur Zertifizierung und Weiterleitung an die Systemische Gesellschaft (SG)
stellen wir 100 EUR (zzgl. MwSt.) in Rechnung.

 
 

Argumente zu unseren Ausbildungen

Unser Ansatz

Systemisch
Unsere Ausbildungsgänge basieren auf systemischen Modellen und Konzepten, die von der Heidelberger Gruppe seit Mitte der 80er Jahre entwickelt wurden. Diese systemtherapeutischen Ansätze wurden Anfang der 90er Jahre auf Organisationen und das Management übertragen (vgl. Meilensteine).

Unsere Ausbildungsgänge sind ein langjährig entwickeltes und ausgereiftes Produkt.

Unsere Specials

Langjährige Erfahrung im systemischen Feld
Unsere Kursleiter und Dozenten sind und waren an der Entwicklung systemischer Konzepte und Modell seit Mitte der 80er Jahre beteiligt und haben den systemischen Diskurs maßgeblich geprägt.

Wir kennen beide Seiten
Wir coachen und beraten seit mehr als 20 Jahren Organisationen und Führungskräfte und sind in Organisationsentwicklungsprojekten namhafter Firmen tätig. Daneben haben unsere Dozenten selbst langjährige Erfahrung als Führungskräfte in Unternehmen. Neben der Fokussierung der sozialen Dynamik in der Beratung von Unternehmen und dem Coaching von Führungskräften reflektieren wir auch die Geschäftsprozesse, Organisationsstrukuren und innere Logik von Profit- und Non-Profit-Organisationen.

Umfassende Lehrerfahrung
Alle unsere Trainer haben langjährige Lehrerfahrung als Dozenten/Hochschullehrer/Autoren für Systemische Beratung, systemisches Coaching, Systemische Therapie und Systemische Supervision. Alle sind als Ausbilder (Lehr-Coaches und Lehrsupervisoren) schon mehr als 15 Jahre zertifiziert (SG, IGST).

Unser Lernkonzept

Kurze Wege von der Theorie zur Praxis und zurück
Bekanntlich ist nichts praktischer als eine gute Theorie (Kurt Lewin), daher: Keine Theorie-Inputs ohne praktische Übungen. Keine Praxis ohne theoretische Konzepte und Klarheit über das, was man tut und warum.

Methodisch
Aus der randvollen systemischen Toolbox werden Techniken fallbezogen, mit Simulationen und Rollenspielen gelehrt und geübt. Nach dem Motto „Blicke weiter um dich!“ verbleiben wir nicht im Orthodox-systemischen sondern integrieren pragmatisch-wertvolle Methoden und Konzepte anderer Schulen.

Video und Audioanalyse
Audio- oder Videoaufzeichnungen von Coachings können in der Supervision analysiert und reflektiert werden. So lässt sich die Prozesssteuerung praxisnah begleiten und handwerklich verfeinern. Auch in den Übungseinheiten setzten wir die Videoanalyse ein, um ein feedbackgesteuertes Lernfeld zu ermöglichen.

Lebens- und Karriereentwurf/Selbstverortung
Auch bei hoher methodischer Professionalität ist jede Beratung und jedes Coaching höchstpersönlich. Jeder Berater/Coach muss lernen, seine Stärken zu entwickeln und seine Schwächen zu kompensieren. Daher ist Selbsterfahrung (was sind meine Muster, bei welchen Mustern von Klienten gerate ich in Klemmen etc.) und Selbsterkenntnis (Wie komme ich mir selbst auf die Schliche?) ein die Ausbildung begleitender Prozess.

Cineastisch
Unter dem Titel "Systemisches Kino" analysieren wir in jedem einzelnen Weiterbildungsblock (am Abend) einen aktuellen oder klassischen Kino-Film unter systemischem Blickwinkel, um Theorie und Praxis unserer Coaching-Modelle sichtbar und verständlich zu machen.

Reiches Lehrmaterial
Die Kursteilnehmer erhalten zu allen Theorie – und Praxiseinheiten, zu den unterrichteten Tools, Methoden und theoretischen Konzepten die Publikationen und Arbeitspapiere der Dozenten. Alle Papers und Animationen (ppt) werden auch für den Download zugänglich gemacht.

Kontakt zu den Dozenten
Die Kursleiter sind auch außerhalb der Kurse für Anliegen und Supervision der Teilnehmer ansprechbar. Online, telefonisch, persönlich.

Biographisch
Berufs- und Karriere-Fragen der Klienten werden im lebensgeschichtlichen Zusammenhang gesehen, eingeordnet und in ihren Meta-Mustern analysiert.

Strukturierte Selbstreflexion
In die Ausbildung werden reflexive Verfahren für den Einsatz im Coaching vermittelt, diese dienen auch der mitlaufenden Selbstreflexion der Kursteilnehmer. Die Fragen: welchen Lebensentwurf, welchen Karriereplan verfolge ich (bewusst oder unbewußt) u.ä. dienen als Hintergrundfolie, die in die Reflexionen über die Klienten einfließen.


Literatur