KI im System: Chancen, Grenzen und neue Rollen für Beratung & Organisationsentwicklung – Heidelberg, 23.–24. Oktober 2026
Die rasanten Entwicklungen der „KI“ im Zuge der Digitalisierung haben uns in eine völlig andere Welt katapultiert, die uns zwingt, über die Zukunft unserer Profession nachzudenken.
Ist die Entwicklung der KI-Systeme mit dem kostspieligen Bau einer riesigen Fabrik vergleichbar, die – mitten in der Wüste – künstlich Sand produziert? Die Fabrik scheint gut zu funktionieren. Aber wäre es nicht einfacher, den in Massen vorhandenen Sand der Wüste zu nutzen? Diese Frage stellte einst der Philosoph E. Ilyenkov. Seine kritische Frage ist heute berechtigter denn je. Was wird aus den Ressourcen und Fähigkeiten der Menschen, wenn die Sprachmaschinen uns das Denken abnehmen?
Medien wie ChatGPT & Co. verändern unsere Beziehung zu uns selbst und zu unserer Welt.
Worauf fußt der Glaube, Sprachmaschinen könnten uns den Denkprozess abnehmen, durch den wir zu Erkenntnissen über die Welt, uns selbst und unser So-Sein in dieser, unserer Welt gelangen?
Denken ist Unterwegssein im Dazwischen, Entwicklung der Urteilskraft.
Aufgabe des Denkens ist nicht die Aufgabe des Denkens.
(Titel des Einführungsvortrages von Hans Rudi Fischer)
Die Lösungen, die wir mit unseren Klient:innen suchen, existieren noch nicht in der Welt und auch nicht in irgendeiner Cloud. Der Weg zu einer Lösung entsteht beim gemeinsamen Gehen, einer Suche nach trefflichen Entscheidungen. Insofern können solche Erkenntnisse nicht irgendwo gespeichert sein, abgerufen oder kombiniert werden.
Zunächst scheint KI uns Denken zu ersparen, doch jene vermeintliche Effizienz führt zur Atrophie der Urteilskraft und zum Tod des Denkens.
Der Hype um die KI betrifft auch uns als Berater:innen, Coaches und Organisationsentwickler:innen.
Wie steht es um die Zukunft unseres Könnens? Wird es von den ChatDogs aus dem Silicon Valley übernommen?
Wie ist der Raum für die Fragen zu schaffen, die bei aller sinnvollen Nutzung von KI, nicht beantwortet werden können? Fragen, die unsere Klient:innen selbst zu beantworten haben, weil sie in einem Dazwischen liegen, in dem nicht rational, über vorhandenes Wissen u. a. zu entscheiden ist.
Es sind genau solche rational unentscheidbaren Fragen, die in Krisengebiete der Vernunft führen, in denen sich gute persönliche Beratung im Gegensatz zu Beratungs-Apps zu bewähren hat und auch kann.
All dies und mehr, werden wir wie jedes Jahr mit Expert:innen im dialogischen Raum erörtern.
Wir laden Sie herzlich zu unserem Symposion ein, um gemeinsam mit Ihnen zu erkunden, wo und wie KI nützlich ist, wo sie Echolalie oder Bullshit erzeugt – und was das für systemisches Arbeiten in und für Organisationen bedeutet.

